Grünkohlessen

Wenn 17 ASOC-Mitglieder zum Grünkohlessen satt im Gasthof Lüddecke in Hordorf zusammentreffen, dann ist eines sicher: Am Ende sind alle satt – und ein bisschen schlauer.

In gemütlicher Runde wurde geschnackt, gelacht und beherzt zugelangt. Die Teller füllten sich immer wieder wie von Zauberhand mit Grünkohl, deftigen Kartoffeln, Bregenwurst, Kasseler und allem, was das norddeutsche Herz im Winter höherschlagen lässt. Der Service hatte alle Hände voll zu tun, denn das „satt“ wurde von unseren Mitgliedern durchaus ernst genommen.

Zwischen dem zweiten Nachschlag und der strategischen Entscheidung, ob noch ein kleines Würstchen Platz findet, entwickelte sich – ganz nebenbei – ein indirekter Fachvortrag über den feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen Braunkohl und Grünkohl.

Es wurde zwinkernd-fachkundig erläutert: Botanisch betrachtet ist es ein und dieselbe Mutterpflanze mit unterschiedlichen Zuchtzielen. Der Unterschied liegt weniger im Gewächs als vielmehr in der Zubereitung und – natürlich – in der regionalen Überzeugung. Während mancher überzeugt war, dass „echter“ Braunkohl nur so heißen darf, wenn er lange genug geschmort wurde, hielten andere tapfer dagegen: „Grünkohl bleibt Grünkohl – auch wenn er braun wird!“ Spätestens beim dritten Bier war man sich einig: Hauptsache, er schmeckt.

Der Gasthof Lüddecke bot dafür den perfekten Rahmen – gemütlich, herzlich und mit genau der richtigen Portion ländlicher Atmosphäre. So wurde nicht nur der Kohl genossen, sondern auch die Gemeinschaft gepflegt.

Am Ende des späten Mittags waren alle 17 ASOC-Mitglieder zufrieden, bestens gesättigt und um die Erkenntnis reicher, dass es manchmal gar nicht so wichtig ist, wie der Kohl heißt – solange er reichlich auf dem Teller liegt.

Ein rundum gelungener Mittag – Wiederholung dringend empfohlen!

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