Archiv 2020
Mitgliederversammlung
Die Vorstandsmitglieder berichteten von den Aktivitäten aus ihren Fachbereichen. Begleitet mit einer Präsentation konnten die Clubmitglieder die Veranstaltungen wie das Braunkohlessen, den Kegelabend, das ASOC-Wochenende in Den Haag und weitere bildlich mitverfolgen.
Wahlen
Nach dem die Versammlung den Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 entlastet hat, standen Wahlen auf der Tagesordnung. Auf der Position des Vorsitzender stellte sich der Amtsinhaber Ulrich Krämer zur Wiederwahl und er wurde einstimmig bestätigt.
In den Ämtern Schatzmeister sowie Verkehr- und Technikleiter stellten sich die Amtsinhaber nicht mehr für eine weitere Periode zur Verfügung und aus der Versammlung wurde Horst Weirowski als Schatzmeister und Benjamin Krämer als Verkehrs- und Technikleiter gewählt.
Den ausscheidenden Vorstandsmitglieder Marion Röver und Uwe Sattler bedankte sich Ulrich Krämer für ihre wertvolle Arbeit für den ASOC Harz/Heide.
Der neue Schatzmeister Horst Weirowski (l.) erhielt als symbolische Amtsübergabe die Bargeld-Kassette von seiner Amtsvorgängerin Marion Röver unter dem wachsamen Augen vom Vorsitzenden Ulrich Krämer (r.).
Die zweite Amtsübergabe fand zwischen Uwe Sattler (l.) und Benjamin Krämer (m.) statt. Ulrich Krämer (r.) beglückwünschte unseren neuen Verkehrs- und Technikleiter.
Als Delegierte für die Mitgliederversammlung des ADAC Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt in Magdeburg wählte die Versammlung Britta Brandt, Silvia Krämer und Brigitte Consbruch-Sattler sowie als Ersatzdelegierte Marion Röver und Horst Weirowski.
Danach erfolgte der Ausblick auf das Jahr 2020 mit seinen vielen Veranstaltungen, die mit dem 18. modeautofrühling beginnt und bei den vielen touristischen Fahrten wie der Harzwanderung, der Harz-Heide-fahrt für Oldtimer, das Spargelessen oder auch der Okerlandfahrt weitergeht.
Martin Röver
Braunkohlessen
In einem separaten Raum waren für uns runde Tische eingedeckt, auf den dann um 13 Uhr Braunkohl „satt“ serviert wurde. Dazu wurden frische und geräucherte Bregenwurst, Kassler, Bauchfleisch, Salz- und ganz knusprigen Bratkartoffeln gereicht.
Juli-Clubabend
Genauer gesagt war das letzte Treffen im Februar bei der Mitgliederversammlung, an dem Horst Weirowski als neuer Schatzmeister und Benjamin Krämer als Leiter Verkehr und Technik gewählt wurden.
Um die aktuellen Abstands- und Hygiene-Regeln zu befolgen verteilten sich die Anwesenden großzügig an drei Tischen. Ulrich Krämer ließ die vergangenen Monate Revue passieren und blickte voller Tatendrang nach vorn in die Zukunft mit den geplanten Veranstaltungen.
So wird abweichend zur Jahresplanung der August-Clubabend stattfinden und man blickt gespannt auf den September, ob die für den 27. September neu terminierte Harz-Heide-Fahrt für Oldtimer stattfinden kann. Die weiteren Termine für den Oktober sind am 3. Oktober die Okerlandfahrt, am 18. Oktober die Entefahrt und der Filmabend "Kanadas Wilder Westen" am 21. Oktober.
Die anwesenden Vorstandsmitglieder berichteten kurz über Neuigkeiten aus ihren Ressort und so konnte es anschließend zum gewohnten Klönen übergehen.
Alle sind sehr erleichtert, dass ein bisschen Normalität in den Club-Alltag zurückkehrt.
Martin Röver
Wochenende in Den Haag
Pünktlich um 9 Uhr ging es ab Wolfenbüttel in Richtung Den Haag los. Mit zwei Pausen erreichten wir gegen 16 Uhr das Van der Valk Hotel in Wassenaar und mussten erstmal die Beine ausschütteln.
Pünktlich 10.30 Uhr startete der Museums-Guide mit einer tollen Führung. Seine Geschichten zu den Fahrzeugen wurde lebendig. Es ging nicht nur um nackte Zahlen, sondern vielmehr um die Hintergründe, Zufälle, Begebenheiten, politische Verknüpfungen und vieles mehr. Das war Automobiler Geschichtsunterricht der ganz besonderen Art.
Einige Teilnehmer schwächelten und brauchten immer wieder die ersehnte Ruhebank 12
Ein offenes Boot? Bei den Temperaturen? Kann doch nicht sein?
Doch es konnte 12 und schon bald war klar warum: die niedrigen Brücken zwangen uns mehrfach den Boden des Bootes zu küssen, ansonsten hätten manche Teilnehmer den Friseur gespart. Eine Kurden-Demo mussten wir am Rande auch noch hören. Und nach wieder reichlich Geschichtsunterricht bei Kaffee und Kuchen.
Vielen Dank an alle Teilnehmer, uns hat es Spaß gemacht.
Brigitte Consbruch-Sattler und Uwe Sattler
Okerlandfahrt
Es ist einmalig kurios und spiegelt neben einer interessanten Geschichte die Visionen eines Malermeisters, der mehr Künstler und sehr von sich überzeugt ist, auf. Hinzu kommen Sammelsurien von den abstrusesten Dingen. Man sollte es mal mit einem Schmunzeln gesehen haben.
Auf der Terrasse wurde vorgeheizt, bevor es in der Tenne zum Abendessen an zwei Tischen dank Corona weiterging. Es wurde viel schnabuliert und guter Laune ging es irgendwann in die sehr angenehmen Zimmer.
Um kurz nach 10 Uhr ging es mit der 2-PS-Kutsche zu einer 2-stündigen Rundfahrt durch den Wald und in die Schwindebecker Heide zu einem letzten stilvollen Umtrunk mit Prisecco und gebutterten Brezeln.
Der Wettergott war uns hold und die Stimmung war Bestens. Danke an alle Teilnehmer und an den Vorstand, der mit einem stattlichen finanziellen Beitrag zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen hat.
An Uwe vielen Dank für die ausgearbeitete Route und das Roadbook.
Bis zum nächsten Jahr…..
Bobby
Entefahrt
Am 18. Oktober trafen sich 18 Autos mit 35 Teilnehmern zur diesjährigen Entefahrt. Trotz später Jahreszeit und kühlem Wetter kamen rund die Hälfte mit ihren in Corona Zeiten nur wenig gefahrenen Oldtimern.
Organisator Erhard Rex hatte strenge Corona Regeln vorgegeben, weit über die niedersächsischen Regeln hinaus, und alle Teilnehmer/innen hielten sich vorbildlich daran! Gleich zu Beginn wurden die Organisatoren der nächsten Entefahrt ausgelost und die Wahl fiel auf das Duo Gertrud Kölpin und Anke Krüger, die mit ihrem neuen Porsche angereist waren und das Los auch bereitwillig annahmen.
Der Konvoi ging zunächst nach Beienrode. Es erfolgte später dazu ein Bericht über die Mordsache des Jahres 1997 gegen den damaligen Pastor, der seine Frau erschlagen hatte, aber zeitlebens die Tat bestritt. In einem bundesweit aufsehenerregenden Gerichtsverfahren wurde er zu 8 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und starb kurz nach seiner vorzeitigen Entlassung.
Dann ging es weiter zur Stiftskirche Süpplingenburg, zwischen verfallenden Scheunen in einem Dornröschenschlaf vergessen. Kaiser Lothar hatte sie im Jahr 1130 quasi als Vorgängerbau zum berühmten Kaiserdom in Königslutter errichtet.
Zielpunkt des Vormittags war das ehemalige Kloster Mariental, ursprünglich geblieben und einsam gelegen. Wir durften auf dem Hof des Domänenpächters parken, der uns von seiner Verbundenheit zum Kloster erzählte.Wir erkundeten die stimmungsvolle Anlage, das Grab eines Bäckermeisters mit einem steinernen Brot darauf, das Refektorium, in dem die Laienbrüder aßen und über 100 Jahre das Kloster aufbauten. Graffiti aus dem 13 Jahrhundert, ein kleines Museum in einer Kapelle und schließlich die wunderbare Klosterkirche hinterließen einen bleibenden Eindruck über das Leben vor 800 Jahren.
Dann war die Mittagserholung angesagt im historischen Elmhaus bei Schöningen. Rechtsanwalt Buchholtz, Stiftungsvorstand dieser Einrichtung, erzählte uns über seine Idee und über die weltweit größte Figur eines Waldelefanten, der vor 300.000 Jahren hier gelebt hatte, zusammen mit Menschen, deren weltbekannten Speere in der Nähe gefunden wurden.
Das Essen war vorbestellt, im großen Saal mit hoher Decke sowie an 4er Tischen konnten wir sorgenfrei und unbeschwert von Corona essen. Dabei erfuhren wir etwas zur Geschichte des Elmhauses. Das war 1895 als Gaststätte errichtet worden mit einem wunderschönen historischen Saal. Schillers Räuber wurden dort 1912 aufgeführt und die erste Telefonnummer war dort die 12.
Nach dem Essen fuhren wir nach Harbke zur Schlossruine und dem reizenden Schlosspark. Der Bürgermeister hatte uns zum Parken den Hof der Gemeindedomäne aufgeschlossen. Wir betrachteten die eindrucksvolle Schlossruine. 1945 hatte die Adelsfamilie ein Tag vor dem Einmarsch der roten Armee ihr um 1730 umgebautes Schloss verlassen und war nach Niedersachsen geflüchtet. Die DDR benutzte es als Kinderheim, später als LPG mit der Aufzucht von Hühnern und Schweinen im Schloss. Das verfiel immer mehr und übrig blieb die Ruine. Wir bestaunten den romantischen Schlosspark mit dem ältesten Gingkobaum Deutschlands und der Orangerie im Park mit eingerichtetem Cafe. Spontane Meinung: hier fahren wir nochmal wieder her, ein Schmuckstück, das wir garnicht kannten!
Es ging weiter zum Kraftwerk Buschhaus, 1980 errichtet und als größte Dreckschleuder Deutschlands bezeichnet. Dort sollte nämlich die Braunkohle aus dem Tagebau bei Schöningen verbrannt werden, die war aber salz- und schwefelhaltig. Ein Gutachter schlug zur Lösung einen 1,2 km hohen Schornstein !! vor, letzlich wurde er mit 307 Metern der höchste Kraftwerksturm Deutschlands. 2002 wurde dort das gesamte Papiergeld der DDR verbrannt Das war eigentlich in einem Bergwerksstollen entsorgt. Nachdem bei einem Einbruch ein Teil des Papiergeldes entwendet wurde, wurde es zur Sicherheit verbrannt. Die heute auf Flohmärkten käuflichen 200 und 500 DDR- Mark- Noten stammen größtenteils aus diesem Einbruch.
Zum Abschluss ging es zum Kaffeetrinken wieder ins Elmhaus, wo wir mit einem Film über die Geschichte Schöningens einen gemütlichen Ausklang über eine spannende Ausfahrt hatten. Es wird eine der seltenen Coronaausfahrten bleiben mit Erinnerungen später an diese besondere Zeit.
Erhard und Silvia Rex
