Ausfahrt im alten Schätzchen
20. Harz-Heide-Fahrt des Autosport- und Oldtimerclubs
Trocken, nicht zu heiß - perfektes Wetter für den ADAC-Autosport- und Oldtimerclub, der gestern zur 20. Harz-und-Fahrt gebeten hatte. 140 Kilometer von und nach Braunschweig über Hildesheim und Salzgitter galt es unter die Reifen zu nehmen.
Die Fahrstrecke war natürlich weit länger, denn die alten Schätzchen kamen auf eigener Achse zum Startpunkt an der Fabrikstraße. Manche fuhren sogar aus Hannover oder aus Helmstedt an, denn der Autosport- und Oldtimerclub ist der größte seiner Art in der Region.
Und wer genau auf die Kennzeichenschilder achtete, der bemerkte: Nicht alle trugen Saison- oder Oldtimer-Kennzeichen. Ein Grund muss wohl auch darin liegen, dass die Fahrzeuge, egal aus welcher Epoche, perfekt vorbereitet waren. Lack und Chrom glitzerten, dass es eine Freude war.
Glücklich, wer im Cabrio, in einem alten Oberklasse-Modell mit Klima-Anlage oder in einem Fahrzeug mit steil stehenden Scheiben unterwegs war, was für eine angenehme Reisetemperatur sorgte. Den staunenden und applaudierenden Zuschauern am Streckenrand war das freilich egal. Sie freuten sich über alte Ford-Modelle, die ihre Vorbilder noch in der Kutschen-Zeit hatten, barocke BMW und Mercedes-Fahrzeuge in Ponton-Bauweise bis hin zu schnittigen Sport-Briten, Kleinwagen von Fiat und NSU und alte, schnatternde Zweitakt-Roller.
Der ADAC hatte Pannenfahrzeuge mit auf die Ausfahrt geschickt. Von 156 gestarteten Oldtimern kamen nur drei nicht ins Ziel: Kabelbrand, Getriebeschaden. Mit diesen Problemen waren selbst die kundigen Pannenhelfer überfordert. Club-Vorsitzender Ulrich Krämer meinte: "Kleinere Pannen waren freilich ganz schnell behoben."
Und so war Krämer auch mit der Veranstaltung höchst zufrieden: "Wir sind eine schöne Strecke gefahren, haben unterwegs viele Zuschauer begeistern können, und sogar der Zeitplan ist eingehalten worden."
Braunschweiger Zeitung, 7. Juni 2010
