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Als der Regen kam, war die Luft raus

SALZGITTER-BAD. Die Frühlings-Meile in Salzgitter-Bad stand gestern unter keinem guten Stern. Was zunächst mit großer Auf-bruchstimmung begann, endete bereits um die Kaffeezeit. Als der Regen kam, war die Luft raus.

Sicher wird die dritte Frühlings-Meile mit dem verkaufsoffenen Sonntag als die kürzeste Groß-veranstaltung in die Geschichte der Werbe-gemeinschaft in Salzgitter-Bad eingehen. Schon der Morgen begann mit Ärger: Unbekannte hatten in der Nacht Blumenkübel verwüstet und eine Toilette umgestürzt. Geschäftsleute sowie Siegbert Lauk-Reineke und Reinhard Becker (Werbegemeinschaft) beseitigten die Resultate der Freveltaten.

Nach dem Mittagessen aber ging’s fröhlich los. Ein Dutzend Cabrios war auf dem unteren Marktplatz aufgefahren und lud zum Probesitzen ein. Gleich nebenan hatte die Blumenecke Markworth Blumen und Gemüsepflanzen unter dem Pavillon bunt dekoriert. Der Klesmerbrunnen und das Klesmerdenkmal trugen ihren Blumenschmuck.

Schminken war der Renner

Daneben standen die Oldies, alte Autos des Autosport- und Oldtimerclubs Braunschweig, und zogen so manchen Blick auf sich – so wie Gustav Peters alter VW von 1958. Vor der Sparkasse zog der Städtische Regiebetrieb mit seinem Hubsteiger die Kinder an, die die Altstadt mal von oben sehen wollten.

"Bis der Regen kam, war hier viel los", meinte Geschäftsführer Dietrich Leptien und war zuversichtlich, dass das Interesse bis zum Veranstaltungsschluss anhalten werde.

An den "Happy Clowns" kam keine Familie vorbei: Bei den Jungen waren die Luftballonfiguren beliebt, und die Mädchen standen in der lange Warteschlange, um sich so richtig verrückt schminken zu lassen. Diese Arbeit ging sogar während des Regens weiter, als alle unter einem Vordach Schutz suchten.

Noch rechtzeitig vor dem Regen kam Oberbürgermeister Frank Klingebiel auf den Marktplatz, um mit den Kindern das Luftballonwettfliegen zu starten. Das war eine Aktion der sieben Geschäfte am Marktplatz, die nicht nur geöffnet hatten, sondern sich auch zusätzlich mit einem Kreativwettbewerb einbrachten. Sie malten Bilder zum Thema "Wenn ich Bürgermeisterpräsidentenkanzler wäre". Organisatorin Sabine Kaiser (Spielwaren-Klapper) kündigte an: "Wir werden alle Bilder in unseren Schaufenstern ausstellen."

Geschäfte hielten durch

"Bis der Regen kam, war auch der Besuch gut", sagte Katja Rothkamm (Schuh-Pape). Auch Kirstin Mörber-Loske (Lesezeichen) war mit dem Besuch zufrieden. Und Elke Ziebold (Betten-Eggert) meinte: "Es lohnt sich schon, das Geschäft offen zu haben und präsent zu sein."

Am Schluss trugen alle die Unterbrechung mit Humor. Gerhard Kunze sprach jedem aus dem Herzen: "Uns fehlten nur noch zwei Stunden Sonne."


Salzgitter Zeitung, 04.05.2009

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